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FAQs

Arbeitslosigkeit nach dem Einsatz für deutsche Fachkräfte

Deutsche Fachkräfte, die sich in Deutschland arbeitslos melden, müssen den Antrag dafür 3 Monate vor Antritt des Arbeitslosenbezuges stellen. Zuständig ist dafür die jeweilige regionale Stelle der deutschen „Bundesagentur für Arbeit“. Diese Frist ist nicht zu versäumen.  Den deutschen Fachkräften wird ein Formular vom österreichischen Arbeitsmarktservice (AMS) an die deutsche Wohnsitzadresse geendet, welches notwendig für die Beantragung des Arbeitslosenbezuges bei der deutschen Agentur für Arbeit (AfA) ist.

Wichtig ist, vorab Erkundigungen einzuholen, ob die „Agentur für Arbeit“ den Einsatz bei einer österreichischen Organisation (österreichischer Dienstgeber) anerkennt. Das variiert von Bundesland zu Bundesland. HORIZONT3000 kann aus Datenschutzgründen den Antrag auf Arbeitslosengeld für die EU/EWR-Fachkräfte nicht stellen. Infos unter:

Die Bemessung des Arbeitslosengeldes ergibt sich aus dem arbeitslosenversicherten Beschäftigungsverhältnis, welches die Fachkraft unmittelbar vor dem Einsatz mit HORIZONT000 hatte. Dies gilt bei Beantragung des Arbeitslosenbezuges in Österreich.

Arbeitslosigkeit nach dem Einsatz für österreichische Fachkräfte

Am ersten Tag der Arbeitslosigkeit (= 1.Tag nach Dienstverhältnisende) muss sich die österreichische Fachkraft bei der zuständigen regionalen Geschäftsstelle des Arbeitsmarktservice Österreich (AMS) melden. Das Arbeitslosengeld beginnt mit dem 1. Tag des Antrags zu laufen. Bei Selbstkündigung gibt es eine 4-wöchige Sperrfrist. In dieser Zeit ist kein Bezug des Arbeitslosengeldes möglich.

Die Bemessung des Arbeitslosengeldes ergibt sich aus dem arbeitslosenversicherten Beschäftigungsverhältnis, welches die Fachkraft unmittelbar vor dem Einsatz mit HORIZONT000 hatte. Dies gilt bei Beantragung des Arbeitslosenbezuges in Österreich.

Dienstzeugnis

Das Personalreferat (Manuela Klepatsch) ist zuständig für die Ausstellung des Dienstzeugnisses. Dazu braucht es einen Zeugnisinput von der Fachkraft und der vorgesetzten Person. Diese Informationen werden vom Personalreferat eingeholt sobald das EinsatzendeFormular in Wien einlangt. Je früher Wien die Inputs erhält, desto schneller kann das Dienstzeugnis ausgestellt werden.

Vorzeitiges Einsatzende

Falls ein Einsatz aus Gründen, welche die Fachkraft zu vertreten hat, vorzeitig binnen 6 Monaten endet, verpflichtet sich die Fachkraft, die Kosten der Entsendetauglichkeitsuntersuchung, der Impfungen, der Visa-Kosten sowie alle Sprachkurskosten an HORIZONT3000 rückzuerstatten (siehe Dienstvertrag).

Krankenversicherung nach Ende des Dienstverhältnisses / Rückkehr

Bis 6 Wochen nach Dienstverhältnisende können Fachkräfte mit der (österreichischen oder deutschen) e-card Arztbesuche in Österreich bzw. in der EU/EWR in Anspruch nehmen. Wenn Arbeitslosenbezug beantragt wurde bzw. bezogen wird, sind RückkehrerInnen automatisch über die jeweilige „Arbeitslosenstelle“ – wie das österreichische Arbeitsmarktservice Österreich (AMS) oder die deutsche Bundesagentur für Arbeit (AfA) oder andere EU/EWRArbeitslosenbezugsstellen – während der Zeit des Arbeitslosenbezuges versichert.

RückkehrerInnen-Untersuchung

Die RückkehrerInnen-Untersuchung für die Fachkraft und die mitausgereisten Familienmitglieder wird während des Debriefings in Wien gemacht (d.h. nicht im Heimatort). Für Kinder unter 14 Jahren ist eine RückkehrerInnen-Untersuchung im Rahmen eines Besuches beim Kinderarzt / bei der Kinderärztin vorgesehen. Vorgaben gibt der/die jeweilige Kinderarzt / Kinderärztin.

Falls mitausgereiste Kinder im Einsatz eine Tropenkrankheit hatten, kann eine tropenspezifische RückkehrerInnen-Untersuchung im Tropeninstitut im SMZ-Süd gemacht werden. Bereits vorhandene Befunde der Tropenkrankheit sind vorzuweisen.

Reintegrationszeit

Gemäß §9 des Entwicklungshelfergesetzes schließt unmittelbar an einen mindestens einjährigen Einsatz eine „Reintegrationszeit“ im Ausmaß von zumindest einem Monat in Österreich bzw. im europäischen Herkunftsland an. Dauerte der Einsatz wenigstens drei Jahre, beträgt diese Reintegrationszeit zwei Monate. Der Anspruch darauf ist nicht gegeben, wenn die Person unmittelbar nach dem Einsatz ein neues Beschäftigungsverhältnis beginnt.

In jedem Fall gebührt die Reintegrationszeit jedoch nur, wenn die Fachkraft innerhalb von 15 Tagen nach Einsatzende in Europa (Österreich bzw. in ihrem Heimatort) eintrifft, sich umgehend nach ihrer Ankunft bei HORIZONT3000 (wegen Auslandsversicherung) meldet und das Debriefing samt RückkehrerInnen-Untersuchung in Wien macht.

Während des Reintegrationsmonats erhält die Fachkraft das letztbezogene Gehalt des Einsatzes; jedoch ist das Gehalt während dieses Zeitraums in Österreich einkommenssteuerpflichtig. Bei kürzerer Einsatzzeit, jedoch mindestens einem Jahr, wird zur Berechnungsgrundlage die jeweils für die Fachkraft aktuelle Gehaltsstufe herangezogen.

Wohnsitz in Österreich während des Einsatzes (für EU/EWRBürgerInnen)

Eine Wohnsitzgründung (mit Meldezettel) in Österreich ist anlassbezogen: wenn Sozialleistungen bezogen werden oder bezogen werden würden, zum Beispiel im Falle einer Geburt oder Adoption während des Einsatzes, ist es ratsam, einen Wohnsitz (mit Meldezettel) in Österreich zu haben. Eventuell könnten FreundInnen bzw. Verwandte einen Wohnsitz für EU/EWR-Fachkräfte zur Verfügung stellen.

Wohnsitz in Österreich während des Einsatzes (für ÖsterreicherInnen)

Es wird den Österreichischen Fachkräfte empfohlen, den österreichischen Wohnsitz (mit Meldezettel) während des Einsatzes nicht aufzugeben, damit Sozialleistungen (Wochengeld, Kinderbetreuungsgeld bzw. Familienbeihilfe) beantragt und bezogen werden können.

Heimaturlaub

Der mit dem Dienstvertrag ausgestellte Einsatzvertrag wird auf 2 Jahre abgeschlossen. Je nach Bedarf im Einsatzprojekt sind nach Evaluierung des Projektes und der Mitarbeit der Fachkraft Verlängerungen möglich. Die maximale Dauer eines Einsatzes beläuft sich auf 5 Jahre. HORIZONT3000 gewährt bei Verlängerung eines Einsatzvertrages einen bezahlten Heimaturlaub. Die Fachkraft kann dafür einen Sonderurlaub in Anspruch nehmen sowie die Erstattung der Reisekosten im folgenden Ausmaß.

Sowohl Sonderurlaub als auch die Erstattung der Reisekosten erfolgen aliquot im Ausmaß von 1/24 des Standard-Leistungspakets pro Einsatzmonat, um das verlängert wird. Das bedeutet konkret:

  • bei Verlängerung um 2 Jahre 24/24 = 1 voller Monat Sonderurlaub und 100% der Flugkosten,
  • bei Verlängerung um 1 Jahr 12/24, d.h. 2 Wochen Sonderurlaub und 50% der Flugkosten,
  • bei Verlängerung um nur 3 Monate 3/24, also 2,5 Urlaubstage und 12,5% der Flugkosten,
  • usw. – die Leistungen sind in Monatsschritten skalierbar.

Der Anspruch gilt als verfallen, wenn der Heimaturlaub nicht innerhalb von 12 Monaten nach Entstehen des Anspruchs konsumiert wird. Während der Dauer des Aufenthaltes in Österreich/Europa entfällt der UHZ, da es sich beim UHZ um Diäten handelt, die nur im Auslandseinsatz ausbezahlt werden können. Die Reisekosten sind zurückzuerstatten, wenn der Einsatz aus Gründen, welche die Fachkraft zu vertreten hat, vor Ablauf der Verlängerung beendet wird. Der Zeitpunkt des bezahlten Heimaturlaubs muss mit dem Regional- oder Landesbüro vereinbart werden.

Für Familienangehörige, für die keine gesetzliche Mitversicherung besteht, können keine gebührenfreien medizinischen Konsultationen u/o Behandlungen während des Heimaturlaubs / Aufenthaltes in der EU/EWR in Anspruch genommen werden, da die Personen auch nicht im Besitz der e-card sind. Hier wäre empfehlenswert, für den Heimaturlaub eine private Krankenversicherung für die Familienangehörige im EU/EWR-Raum vorab abzuschließen.

Betriebsurlaub

Wird ein Betriebsurlaub mit der Partnerorganisation vereinbart, ist dies nur insofern möglich, als dass der Fachkraft zu mindestens ein ausreichend großer Teil des Erholungsurlaubes (ca. die Hälfte) zur freien Disposition verbleiben muss. Die Inanspruchnahme des Betriebsurlaubes ist vorab mit der Partnerorganisation und dem Regional- oder Landesbüro abzustimmen.

Urlaubsanspruch und Berechnung

Der Fachkraft gebührt für jedes Einsatzjahr Urlaub in Ausmaß von 25 Arbeitstagen (= 5 Wochen), gerechnet vom 1. Tag des Einsatzes. Der Urlaubsanspruch entsteht:

  • in den ersten 6 Monaten des ersten Einsatzjahres im Verhältnis zu der im Einsatzjahr zurückgelegten Dienstzeit (aliquoter Anspruch = 2 Tage pro Monat),
  • nach 6 Monaten in voller Höhe,
  • ab dem zweiten Einsatzjahr entsteht der gesamte Urlaubsanspruch mit Beginn des Einsatzjahres.

Beispiel: Einsatzbeginn ist der 05.05.2016, Urlaubsjahr 05.05.2016 bis 04.05.2017. Beginn des 2. Urlaubsjahres wäre 05.05.2017.

Jeglicher Urlaubsanspruch ist vor Einsatzende zu verbrauchen (unabhängig in welchem Land – Einsatzland, Österreich oder woanders) und mit dem Regional- oder Landesbüro vorab abzuklären.

Höhe des Sicherheitszuschusses

Der Sicherheitszuschuss wird in Absprache mit den Regional- oder Landesbüros erhoben und orientiert sich an den ortsüblichen Kosten. Auch hier ist die Angemessenheit von den Regional- oder Landesbüros festzustellen.

Neu ab Oktober 2015 ist, dass der Miet- und Wächterzuschuss zusammengefasst und die Aufwendungen dafür nach vereinbarten Verträgen als Sicherheitszuschuss abgerechnet werden können. Das heißt, HORIZONT3000 gewährt wie gehabt einen an das jeweilige Einsatzland angepassten maximalen Miet- u. Sicherheitszuschuss. Sollte der max. mögliche Mietzuschuss nicht ausgeschöpft werden, kann diese Differenz für die Bewachung des Wohnobjekts verwendet werden. Es sind dennoch Miet- und Wächterverträge vorzuweisen bzw. nach Wien zu mailen (Personaladministration: Eva Böhm), doch es braucht keine monatliche Zusendung der Wächterbelege mehr.

Sicherheitsmaßnahmen

Bei Bedarf und bei positiver Bewertung durch die Leitung des Regional- oder Landesbüros kann eine Nachrüstung des Wohnobjekts mit z.B. Umzäunung des Wohnobjekts, Fenstergittern im Erdgeschoss, Sicherheitsschlössern bezuschusst werden, jedoch abhängig von der verbleibenden Vertragszeit und dem bereits ausgeschöpften Budget dafür.

Der administrative Ablauf dazu ist: die Fachkraft bekundet den Bedarf beim Regional- oder Landesbüro und die Fachkraft sucht nach positiver Bewertung durch die Leitung des Regional- oder Landesbüros per Mail beim Projektreferat in Wien um einen Zuschuss an (mit Stellungnahme der LeiterIn des Regional- oder Landesbüros). Nach Überprüfung des Sicherheitsbudgets in Wien gibt HORIZONT3000-Wien Rückmeldung. Die Kosten müssen jedoch vorab von der Fachkraft getragen werden. Nach Übermittlung der Originalbelege werden die Kosten der Fachkraft rückerstattet.

Zahnersatz

Zahnersatz-Leistungen sind anlassbezogen von der Auslandsreiseversicherung bei der Wiener Städtischen (WRST) abgedeckt, solange es sich um eine medizinisch notwendige Zahnbehandlung handelt. Es ist empfehlenswert, Kosten für Zahnersatz vorab mit der WRST zu klären (siehe Merkblatt der WRST).

Vorsorgeuntersuchungen während Einsatz

Die Auslandsreiseversicherung bei der Wiener Städtischen bezahlt medizinisch notwendige Untersuchungen im Ausland, aber keine Vorsorgeuntersuchungen. Die in Österreich übliche „Gesundenuntersuchung“ (= Vorsorgeuntersuchung) kann in Österreich oder in der EU/EWR über die e-card vorgenommen werden (siehe auch Punkt zur e-card).

Reiseapotheke

Jede unter Vertag stehende Fachkraft erhält vor der Ausreise ins Einsatzland max. EUR 100,– für eine Reiseapotheke. Der Betrag gilt für die/den VertragsnehmerIn (auch im Falle einer mehrköpfigen Familie).

Die tropenspezifischen Impfungen, die Tropentauglichkeitsuntersuchungen und Malariaprophylaxen werden für alle mitausreisenden Familienmitglieder von HORIZONT3000 übernommen.

HIV-Test

Die Fachkraft unterzieht sich 30 Tage vor dem Ausreisedatum (wegen Inkubationszeit) einem HIV-Test. Diese Untersuchung kann in jedem Labor oder über den Hausarzt / die Hausärztin gemacht werden.

Das Ergebnis des Tests ist vertraulich, muss weder der Versicherung noch HORIZONT3000 bekannt gegeben werden, und erhält nur die Fachkraft. Die Fachkraft unterzieht sich zwischen der 10. und 12. Woche nach Einsatzvertragsende einem nochmaligen HIV-Test. Das Ergebnis wird nur der Fachkraft bekannt gegeben.

Die Kosten des Tests übernimmt bei Vorlage einer Rechnung HORIZONT3000 (Personalreferat: Manuela Klepatsch).

Was tun bei hohen Krankenhauskosten?

Bei hohen medizinischen Kosten ist die Ansprechperson hierfür die jeweilige Leitung des Regional- oder Landesbüros. In der Regel werden Kosten, die die Möglichkeiten der Fachkraft übersteigen, über HORIZONT3000 abgewickelt und mit der Versicherung rückverrechnet. Für andere hohe Anschaffungskosten (z.B. Autokauf) gibt es die Möglichkeit sich einen Gehaltsvorschuss zu nehmen. Das Ansuchen geht an die Wiener Geschäftsführung.

Notfall: Ansprechperson und organisatorischer Ablauf

Bei einem Notfall ist zu unterscheiden zwischen medizinischen Notfällen und anderen Katastrophen / Sicherheitsthemen.

Bei medizinischen Notfällen ist die Tyrol Air Ambulance der erste Ansprechpartner. Es soll jedoch auch immer die Leitung des Regional- oder Landesbüros informiert werden, damit sie unterstützend eingreifen kann. Die relevanten Kontaktdaten sind hierfür im Merkblatt der Wiener Städtischen zu finden.

Für andere Katastrophen und Sicherheitsthemen ist die Leitung der Leitung des Regional- oder Landesbüros zuständig. Dazu hat jedes Regional- oder Landesbüro einen ausführlichen Sicherheitsplan für jedes Land, wo alle Kontakte und Ansprechpersonen aufgelistet sind.

e-Card – Deutsche oder EU elektronische europäische Krankenversicherungskarte

Deutsche Fachkräfte oder EU/EWR-Fachkräfte können bei Urlauben in Deutschland bzw. in der EU/EWR ihre deutsche (oder anderes EU/EWR-Land) e-card benutzen. Zuvor ist jedoch das Formular E106 bei der österreichischen Sozialversicherung zu beantragen, welche dieses Formular an den deutschen (oder EU/EWR) Versicherungsträger weiterleitet. Somit kann die deutsche e-Card erhalten bleiben. Hat die deutsche bzw. andere EU/EWRFachkraft in Österreich einen Wohnsitz begründet, so geht dies nicht. In diesem Fall gilt nur mehr die österreichische e-Card.

Zurzeit kann aufgrund des Entwicklungshelfergesetzes HORIZONT3000 nur EU/EWRBürgerInnen für einen Personaleinsatz anstellen. Die e-Card gibt es jedoch für jede EU/EWRFachkraft, die ein Dienstverhältnis in Österreich hat und Sozialversicherung in Österreich bezahlt; unabhängig von der EU/EWR-Nationalität.

e-Card – Österreichische elektronische europäische Krankenversicherungskarte

Die e-Card gilt, solange man in Österreich versichert ist, nur in der EU oder EWR Raum, daher nicht im außereuropäischen Einsatzland. Bei Aufenthalten (Urlauben) innerhalb der EU ist demnach die e-card zu verwenden.

Auch EU/EWR-Fachkräfte können mit der österreichischen e-Card in Deutschland bzw. in der EU/EWR eine medizinische Konsultation oder medizinische Behandlung in Anspruch nehmen. Sollte ausnahmsweise die nicht-österreichische behandelnde Stelle oder Arzt/Ärztin die österreichische e-Card nicht annehmen, kann die Honorarnote bei der österreichischen Sozialversicherung zwecks Kostenrückerstattung eingereicht werden.

Dienst- und Einsatzvertrag für mitausreisende/r EhepartnerIn

Nur ArbeitnehmerInnen (d.h. sich im Einsatz befindliche Fachkräfte) erhalten einen Dienst- und Einsatzvertrag. Die mitausreisende mitausreisende/r EhepartnerIn bekommt keinen Dienst- und Einsatzvertrag, weil sie sich nicht auf Einsatz befindet und daher kein Dienstverhältnis mit HORIZONT3000 hat.

In Ausnahmefällen kann es vorkommen, dass die EhepartnerInnen oder PartnerInnen sich ebenfalls für einen Einsatz qualifizieren. Dies wird jedoch immer von der Leitung des Regional- oder Landesbüros und ProjektreferentInnen individuell geprüft.

Steuerbefreiung in den Einsatzländern

In einigen Einsatzländern sind Fachkräfte für den Erwerb bestimmter Produkte steuerbefreit, wie zum Beispiel in Uganda oder Mosambik beim Kauf eines PKWs in den ersten sechs Monaten nach Einsatzbeginn.

Dieses Anliegen ist jedoch im jeweiligen Regional- oder Landesbüro zu erfragen, da sich die Regelungen ändern und die Regional- oder Landesbüros mehr Infos dazu haben. Informationen dazu stehen tlw. auch in den Arrival Guides (siehe KNOWHOW3000-Plattform).

Pensions-Topping-Up

Für die Pensionsversicherung jener Fachkräfte, die ab dem 01.01.2014 ihren Einsatzvertrag mit HORIZONT3000 begonnen haben, wird eine höhere Pensionsbemessungsgrundlage als zuvor herangezogen, was dazu führt, dass mit Pensionsantritt eine geringfügig höhere Pension ausbezahlt wird.

Fachkräfte, die vor 2014 ihren Einsatz begonnen und verlängert haben, kommen leider nicht in diesen Genuss, das heißt, die Pensionsbemessungsgrundlage ist die alte. Mit dem neuen Entwicklungshelfergesetz ab 01.01.2014 gilt das Pensions-Topping-Up nur für Neuverträge ab 01.01.2014. Dazu erhielt HORIZONT3000 eine offizielle Stellungnahme des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger.

Information können vom Rechtsinformationssystem des Bundes (RIS) eingeholt werden: Link

Zusatzeinkommen

Zu beachten ist, dass bei zusätzlichen Einkommensquellen wie Erträge aus Vermietung und Verpachtung Einkommenssteuer bezahlt werden muss. Das von HORIZONT3000 bezahlte Gehalt bleibt jedoch weiterhin wie im dem Entwicklungshelfergesetz deklariert steuerbefreit.

Umzugskosten

Bei einem Wechsel des Personaleinsatzes (Projektpartners) im selben Land oder in ein anderes Einsatzland werden die dafür anfallenden Umzugskosten von HORIZONT3000 erstattet.

Zuschüsse für Reparaturen und Instandhaltung einer Unterkunft

HORIZONT3000 hat für Reparaturen und Instandhaltung der Unterkünfte der Fachkräfte kein extra ausgewiesenes Budget.

Vor Vertragsunterzeichnung des Mietvertrages soll unbedingt geklärt werden, wer für die Instandhaltung verantwortlich ist. Meistens ist der Vermieter für Reparaturen und Instandhaltung vom „nicht mobilen“ Inventar zuständig (Boiler, Stromleitungen, Zäune, Verputz, etc. aber eventuell auch Herd und Kühlschrank). „Mobile“ Einrichtungsgegenstände wie Möbel, etc. sind in der Verantwortung des Mieters / der Mieterin. Um Konflikte zu vermeiden und um nicht auf anfallende Kosten „sitzenzubleiben“, sollte auf alle Fälle eine Klausel im Mietvertrag inkludiert sein, wer für Reparaturen und Instandhaltung zuständig ist.

Schulgeld

Nachgewiesene und angemessene Schulgebühren für Vorschule, Grund- und Mittelschule sowie Studiengebühren werden für Kinder bis zum 24. Lebensjahr bis zur Höhe von € 250,- pro Monat je Kind erstattet. In besonders begründeten Ausnahmen können Aufwendungen über den monatlichen Höchstbetrag hinaus ebenfalls bezuschusst werden. Die Angemessenheit wird mit der Leitung des Regional- oder Landesbüros, in Ländern ohne Landesbüro von der HORIZONT3000-Zentrale in Wien unter Berücksichtigung der länderspezifischen Charakteristiken festgelegt.

Die Kosten für ein Internat, den Transport von und zur Schule, sowie für Schulmaterial, Bücher und dgl. werden von HORIZONT3000 nicht übernommen.

Kindergarten / Vorschule

HORIZONT3000 kommt nicht für die Kosten des Kindergartens auf, weil der Kindergartenbesuch nach österreichischem Recht nicht verpflichtend ist.

Ausnahme ist jedoch das letzte Kindergartenjahr vor Schuleintritt (in Österreich ist der Stichtag 31.08.; Kinder beginnen mit 6 Jahren die Schule). In den meisten Einsatzländern wird dieses Jahr als Vorschule deklariert (d.h. ca. 5-6 Jahre des Kindes). Die Kosten für die Vorschule, d.h. wenn das Kind 5-6 Jahre alt ist, werden von HORIZONT3000 übernommen.

Kinderbetreuungsgeld bzw. Familienbeihilfe für Fachkräfte aus dem EU/EWR-Raum

Der Paragraph 13 im Entwicklungshelfergesetz ist zurzeit in Bearbeitung von mehreren österreichischen Ministerien. HORIZONT3000 kann daher diesen Punkt nicht exakt beschreiben, bzw. Anliegen dazu nicht exakt beantworten.

Die für das Kinderbetreuungsgeldgesetz zuständigen Vollzugsbehörden sind die Krankenversicherungsträger. Bei Bedarfsfall ist es empfehlenswert direkt mit der Wiener Gebietskrankenkasse in Kontakt zu treten.

Kinderbetreuungsgeld: Link

Familienbeihilfe: Laut Finanzamt: “Eltern haben Anspruch auf Familienbeihilfe für haushaltszugehörige Kinder bzw. für Kinder, für die sie überwiegend Unterhalt leisten.” Vorrangig anspruchsberechtigt ist die Mutter. Für ausländische Staatsbürger bestehen Sonderregelungen. Zuständig für die Auszahlung sind die Finanzämter. Zuständiges Ministerium ist das Bundesministerium für Familien und Jugend. Link

Unterhaltszuschuss (UHZ) – Berechnung

Der Unterhaltszuschuss wird halbjährlich von der Buchhaltung berechnet und von der Bereichsleitung Finanzen und Controlling fixiert.

Die Lebenshaltungskosten in den Einsatzländern werden in erster Linie von Inflation, Verfügbarkeit und Preisen (Waren und Dienstleistungen) sowie den Wechselkursen beeinflusst. HORIZONT3000 greift auf die Dienste von ECA International zurück, die zweimal jährlich (März und September) an weltweit über 400 Standorten die Lebenshaltungskosten auf Basis eines Warenkorbs von gängigen Konsumartikeln und Dienstleistungen ermitteln. Die Umfrage, an der auch die HORIZONT3000-Fachkräfte anonym teilnehmen können, berücksichtigt folgende Warengruppen:

  • Nahrung: Lebensmittel, Milchprodukte, Fleisch und Fisch, Obst und Gemüse.
  • Grundbedarf: Getränke und Tabak, diverse Waren, Dienstleistungen.
  • Allgemeines: Kleidung, Elektrogeräte, laufende KFZ-Kosten, auswärtiges Essen, Unterbringung, Strom, Gas und Wasser.

HORIZONT3000 verwendet den für jedes Einsatzland bekanntgegebenen ECA-Index als Ausgangsbasis für die UHZ-Berechnung. Dieser Index wird entsprechend dem OandaDurchschnittswechselkurs der vorangehenden 6 Monate adaptiert. Als weiterer Vergleichskurs dient auch der Info-EURO-Kurs, maßgebend ist jedoch der Oanda-Kurs. Anschließend wird überprüft, ob der UHZ-Auszahlungsbetrag in der lokalen Währung umgerechnet, die Inflation vor Ort abdeckt. Unter diesen Gesichtspunkten bestimmt die Bereichsleitung Finanzen und Controlling den Unterhaltszuschuss.

Unterhaltszuschuss (UHZ) für mitausreisende Angehörige

Für die/den mitausreisende/n EhepartnerIn und Kinder ohne Dienstvertrag mit HORIZONT3000, gibt es Zuschläge unter folgenden Voraussetzungen, die von der Fachkraft nachzuweisen sind:

  • die Ehe muss nach österreichischem Recht Gültigkeit haben;
  • Ehepartner und Kinder müssen ständig im gemeinsamen Haushalt mit der Fachkraft leben.

Die Auszahlung des UHZ für die/den EhepartnerIn und Kindern erfolgt, sobald ein gemeinsamer Haushalt im Einsatzland vorliegt; zuvor erhält die/der mitausreisende EhepartnerIn keinen Unterhaltszuschuss, so wie auch die Fachkraft erst das UHZ bei Einsatzbeginn erhält.

Unterhaltszuschuss (UHZ) – Definition

Der Unterhaltszuschuss (UHZ) ist ein abgabenfreier Zuschuss zu den Lebenshaltungskosten für die Zeit des Auslandsaufenthaltes (Tag-Satz). Der Unterhaltszuschuss wird demnach im Einsatz gewährt, daher ab der Ausreise in das Einsatzland. Der Unterhaltszuschuss wird 4-mal jährlich zu Quartalsanfang auf das europäische Bankkonto der Fachkraft überwiesen.

Sicherheitszuschuss

Der Sicherheitszuschuss wird in Absprache mit dem jeweiligen Regional- oder Landesbüro erhoben und orientiert sich an den ortsüblichen Kosten. Auch hier ist die Angemessenheit von der Leitung des Regional- oder Landesbüros festzustellen.

Neu ab Oktober 2015 ist, dass der Miet- und Wächterzuschuss zusammengefasst und die Aufwendungen dafür nach vereinbarten Verträgen als Sicherheitszuschuss abgerechnet werden können. Das heißt, HORIZONT3000 gewährt wie gehabt einen an das jeweilige Einsatzland angepassten maximalen Miet- u. Sicherheitszuschuss. Sollte der max. mögliche Mietzuschuss nicht ausgeschöpft werden, kann diese Differenz für die Bewachung des Wohnobjekts verwendet werden. Es sind dennoch Miet- und Wächterverträge vorzuweisen bzw. nach Wien zu mailen (Personaladministration: Eva Böhm), doch es braucht keine monatliche Zusendung der Wächterbelege mehr.

Mietzuschuss – auch für 6 Monate im Voraus?

Mietzuschuss kann für sechs Monate im Voraus bezogen werden und ist bei Bedarf vorab in der HORIZONT3000-Zentrale in Wien per Mail bei der Personalverrechnung (Eva Böhm) zu beantragen.

Mietzuschuss – Berechnung des Wechselkurses

Der Wechselkurs wird am Tag der Berechnung des Zuschusses über OANDA (www.oanda.com) erhoben.

Mietzuschuss – steigende Mietpreise

Einen Mietfonds gibt es im Budget des Personaleinsatzprogrammes von HORIZONT3000 nicht. Vielmehr gibt es ein Gesamtbudget von 2,6 Mio Euro. Dieses wird inflationär leider nicht angepasst. Die geplanten Mietkosten werden kalkuliert auf Basis geplanter Einsatzmonate, die sich wiederum auf verschiedene Länder aufteilen. Für jedes Land gibt es einen maximalen Mietzuschuss, der dann als Basis für die Berechnung herangezogen wird.

Sollten sich die Mietkosten höher entwickeln als ursprünglich kalkuliert, weil beispielsweise Länder mit höherem Mietzuschuss mehr umsetzen als geplant, dann muss im Gesamtbudget woanders eingespart werden. Sollte es umgekehrt sein, werden mehr Einsatzmonate umgesetzt, weil die Einsatzmonate ohnehin jedes Jahr um etwa 20 Einsatzmonate infolge steigender Kosten erodieren. Das Budget ist wie ein kommunizierendes Gefäß, es gibt keine einzelnen Töpfe sondern nur einen Gesamttopf.

Mietzuschuss – Höhe des Mietzuschusses und Anpassung dieses Zuschusses

Generell ist HORIZONT3000 bemüht, mit dem Projektpartner zu vereinbaren, der Fachkraft eine freie Unterkunft zur Verfügung zu stellen. In PNG und tlw. im Südsudan ist es üblich, dass der Projektpartner die Unterkunft gewährt. In Mosambik z.B. leisten manche Projektpartner einen Beitrag zur Miete in Form eines Mietzuschusses für die Fachkraft. Kann ein Projektpartner keine Unterkunft stellen, leistet HORIZONT3000 für die Dauer des Personaleinsatzes einen Beitrag in Form eines Mietzuschusses zu den ortsüblichen Kosten einer dem Familienstand der Fachkraft angemessenen Unterkunft. Die Angemessenheit der Unterkunft und die Ortsüblichkeit der Miete werden regelmäßig vom jeweiligen Regional- oder Landesbüro erhoben.

Meistens kann das Maximum des möglichen Mietzuschusses die Miete abdecken, manchmal reicht der Mietzuschuss jedoch nicht für die Gesamtmiete aus. In diesem Falle plädiert HORIZONT3000 dafür, dass die Fachkräfte Teile ihres sonstigen Einkommens (Gehalt, Zuschüsse, etc.) für die darüber hinausgehenden Kosten verwenden. Generell wird ca. 1/3 des Gesamteinkommens für die Abdeckung der Mietkosten als akzeptabel erachtet.

Selbstverständlich ist irgendwann eine Grenze erreicht, ab der ein Projekteinsatzort aufgrund der Höhe der Miete für eine Fachkraft nicht mehr zumutbar ist. Hier ist es vorab wichtig, dass das jeweilige Regional- oder Landesbüro eine genaue Projektplatzprüfung vornimmt und abschätzt, ob aufgrund der finanziellen Machbarkeit ein Personaleinsatz leistbar ist. Eine Lösung könnte sein, dass Personaleinsätze in kaum erschwinglichen Einsatzgebieten nicht besetzt werden. Falls der Projektpartner dennoch eine Fachkraft wünscht, könnte die Einbindung des Projektpartners bei der aktiven Suche einer angemessen Unterkunft vom jeweiligen Regional- oder Landesbüro forciert werden. Auch wär es vorstellbar, den Projektpartner teilweise in die Kostenübernahme der Miete einzubinden.

Ist ein Einsatz in einem teuren Ort unabdingbar und die Miete übersteigt die finanziellen Ressourcen einer Fachkraft, könnte die Fachkraft einen höheren Mietzuschuss in der HORIZONT3000-Zentrale in Wien beantragen (weil das Mietbudget in Wien gesteuert wird). Die Prüfung der erschwerenden Wohnsituation muss jedoch vorab durch die Interessenvertretung und vom erfüllt werden. Diese Härtefälle unter den Fachkräften müssen analysiert und fallspezifische Veränderungsmöglichkeiten diskutiert werden, um einen erhöhten Mietzuschuss gewähren zu können. Die transparente und klare Kommunikation diesbezüglich wäre:

  • Die Fachkraft sucht um einen erhöhten Mietzuschuss bei der Leitung des Regional- oder Landesbüros an.
  • Das Regional- oder Landesbüro prüft den Bedarf mit der Interessensvertretung (IV) vor Ort.
  • Das Regional- oder Landesbüro und die IV nehmen Stellung und befürworten einen erhöhten Mietzuschuss (oder lehnen ihn gegebenenfalls ab) und informieren die Fachkraft und das Projektreferat in Wien darüber.
  • Bei positiver Rückmeldung seitens des Regional- oder Landesbüros stellt die Fachkraft ein Ansuchen per Mail an die Zentrale in Wien (jeweilige Projektreferat).
  • HORIZONT3000-Zentrale prüft die finanziellen Möglichkeiten und entscheidet demgemäß.
  • Das jeweilige Projektreferat Wien informiert die Fachkraft, Leitung des Regional- oder Landesbüros und die IV über die Entscheidung.
Leistungen für mitausreisende nicht-verheiratete PartnerInnen

HORIZONT3000 kann aufgrund des Entwicklungshelfergesetzes keine Leistungen für mitausreisende PartnerInnen gewähren, beispielsweise Unterhaltszuschuss. Jene mitausreisenden Personen werden auch nicht bei der Auslandsversicherung der Wiener Städtischen mitversichert.

Eine Mitversicherung des/der LebensgefährtIn (d.h. eine gemeinsame Hausgemeinschaft ist nachweisbar) kann unter Umstände bei der gesetzlichen Sozialversicherung beantragt werden, wenn die dafür bedingten Voraussetzungen erfüllt werden. AntragstellerIn ist die Fachkraft.

Leistungen für mitausreisende EhepartnerInnen

HORIZONT3000 gewährt Leistungen für mitausreisende EhepartnerInnen (bzw. Personen in eingetragenen Partnerschaften) und Kindern, wenn:

  • die Ehe bzw. die eingetragene Partnerschaft nach österreichischem Recht gültig ist,
  • die Eheleute / Partnerschaften und Kinder ständig im gemeinsamen Haushalt leben, und
  • zusätzliche Einkünfte die doppelte Geringfügigkeitsgrenze von aktuell € 831,44 netto pro Monat nicht übersteigen.

Unter diesen Voraussetzungen gewährt HORIZONT3000 für die mitausreisenden Familienmitglieder

  • anteilsmäßigen Unterhaltzuschuss,
  • Mitversicherung bei der Auslandsversicherung bei der Wiener Städtischen,
  • erhöhten Mietzuschuss,
  • Schulgeld für die in Ausbildung befindliche Kinder.
Gehaltsvorschuss

Für hohe Anschaffungskosten (z.B. Autokauf) gibt es die Möglichkeit sich einen Gehaltsvorschuss zu nehmen. Das Ansuchen geht per Mail an die Geschäftsführung in der Zentrale in Wien.

Berechnung des Gehalts – Arbeitserfahrung in der EZA oder im NGO-Bereich

Jeweilige vorherige Arbeitserfahrung in der EZA oder im NGO-Bereich wirken sich nicht auf das Gehalt während des Einsatzes aus, da HORIZONT3000 ein geregeltes Gehaltsschema hat, welches für alle Fachkräfte einheitlich gilt. Es gibt eine 3-Stufen-Regelung:

  • 1. Gehaltsstufe: Vorbereitungszeit in Österreich und im Ausland = € 870,– (650,– netto) 14-mal im Jahr
  • 2. Gehaltsstufe: 1. bis 12. Einsatzmonat = € 1.140,– (906,64 netto) 14-mal im Jahr
  • 3. Gehaltsstufe: 13. Einsatzmonat und darüber hinaus = € 1.350,– (1.092,91 netto) 14-mal im Jahr.

Falls die Person bereits über eine zumindest 2-jährige Auslandserfahrung bei einer vergleichbaren Entwicklungsorganisation verfügt (=QuereinsteigerIn), kommt ab Einsatzbeginn die 3. Gehaltsstufe zur Anwendung.

Gehalt während des Einsatzes

Das Gehalt im Einsatz ist lohnsteuerbefreit und unterliegt nur der Sozialversicherung. Zusätzlich zum Gehalt erhalten die Fachkräfte noch Mietzuschuss, Sicherheitszuschuss, Unterhaltszuschuss (UHZ) sowie im Bedarfsfall Schulgeld oder Ersatz für Umzugskosten. Arbeitsgeld für die Beschaffung von Arbeitsmaterial ist mit dem Regional- oder Landesbüro zu klären (siehe Punkt Arbeitsmaterial).

Diebstahl

Falls ein privates Handy oder privater Laptop während des Einsatzes beruflich verwendet wird, ist das Gerät im Falle eines Diebstahls durch die Wiener Städtische Versicherung gemäß deren Richtlinien abgedeckt (siehe Merkblatt der WRST).

Zahnersatz-Leistungen

Zahnersatz-Leistungen sind anlassbezogen von der Auslandsreiseversicherung bei der Wiener Städtischen abgedeckt, solange es sich um eine medizinisch notwendige Zahnbehandlung handelt. Es ist empfehlenswert, Kosten für Zahnersatz vorab mit der WRST zu klären (siehe Merkblatt der WRST).

Auslandsversicherung im Urlaub

Die Auslandsreiseversicherung bei der Wiener Städtischen ist auch während der Inanspruchnahme des Urlaubs gültig, da die Versicherung bei der Wiener Städtischen weltweit und während der gesamten Einsatzzeit gilt. Bei Aufenthalten/Urlauben innerhalb der EU ist jedoch die e-card zu verwenden.

Auslandsversicherung – Kostenrückerstattung

Eine Kostenrückerstattung eines Schadensfalles dauert ca. 2 Wochen nach Einlangen der Unterlagen im Büro der Wiener Städtischen Versicherung. Es gibt viele Erfahrungswerte aus den letzten 10 Jahren, die im Personalreferat (bei Manuela Klepatsch) abfragbar sind.

Auslandsversicherung – Dauer

Die Auslandsreiseversicherung bei der Wiener Städtischen gilt ab der Ausreise und Schadenersatz-Einreichungen können erst ab Einsatzbeginn eingereicht werden. Das heißt, das Rechnungsdatum muss innerhalb des Versicherungszeitraumes liegen.

Die Privatversicherung der Wiener Städtischen beginnt auch für mitausreisende Familienangehörige bei der Ausreise in das Einsatzland und endet bei Einsatzende am Tag der Ankunft in Europa (siehe Merkblatt der WRST).

Auslandsversicherung – was ist das?

Über die gesetzliche Pflichtversicherung hinaus sind die Fachkraft, sein/e mitausreisende/r EhepartnerIn oder eingetragene/r PartnerIn und Kinder während des dienstlichen Aufenthaltes im Ausland gemäß §7 des Entwicklungshelfergesetzes zusätzlich bei der Auslandsreiseversicherung der Wiener Städtischen (WRST) versichert.

Erzielt der/die Angehörige keine oder Einkünfte bis aktuell € 831,44, erhalten diese eine Todesfallkapitalversicherung, Heilkostenversicherung und Transportversicherung. Erzielt der/die Angehörige Einkünfte über aktuell € 831,44, erhält sie eine reduzierte Todesfallversicherung. Die Haftpflichtversicherungen kommen nicht zum Tragen (siehe Merkblatt der WRST).

Krankenversicherung nach Dienstverhältnisende

Bis 6 Wochen nach Dienstverhältnisende können Fachkräfte mit der (österreichischen oder deutschen) e-card Arztbesuche in Österreich bzw. in der EU/EWR in Anspruch nehmen. Wenn Arbeitslosenbezug beantragt wurde bzw. bezogen wird, sind RückkehrerInnen automatisch über die „Arbeitslosenstelle“ – wie das österreichische Arbeitsmarktservice Österreich (AMS) oder die deutsche Bundesagentur für Arbeit (AfA) oder andere EU/EWR-Arbeitslosenbezugsstellen – während der Zeit des Arbeitslosenbezuges versichert.

Mitversicherung von Familienangehörigen bei der gesetzlichen Sozialversicherung

Mitausreisende/r Ehepartner/in (und Kinder) sind nicht automatisch bei der gesetzlichen Sozialversicherung mitversichert!

Die unter HORIZONT3000-Vertrag stehende Fachkraft muss den/die mitausreisende/r Ehepartner/in und Kinder bei der gesetzlichen Sozialversicherung mitversichern. Dies ist die alleinige Verantwortung der Fachkraft und kann von HORIZONT3000 aufgrund des Datenschutzes nicht für die Fachkraft erledigt werden.

Voraussetzungen für eine Mitversicherung für die/den mitausreisende/n EhepartnerIn bei der gesetzlichen Krankenversicherung sind:

  • gesetzlich in Österreich anerkannte Ehe
  • Wohnsitz (mit Meldezettel) in Österreich
  • eine EWR-Staatsbürgerschaft seitens der Familienangehörigen

Bei Drittstaatsangehörigen, d.h. Familienmitglieder, die nicht aus der EU/EWR und Schweiz sind, wird folgendes für die Beantragung benötigt:

  • Wohnsitz (mit Meldezettel) der/des Angehörigen in Österreich
  • Nachweis des Aufenthaltstitels oder zumindest Nachweis über den Antrag zur Erteilung eines Aufenthaltstitels
  • Geburtsurkunde der/des Angehörigen
  • Heiratsurkunde oder Eintragungsurkunde

Der Beitrag für die Mitversicherung ist wegen des geringen Einkommens zumeist nicht zu entrichten. Informationen zur gesetzlichen Mitversicherung erteilt HORIZONT3000 bei der Vorbereitung. Zudem gibt die Wiener Gebietskrankenkasse weitere Auskünfte (siehe link: http://www.wgkk.at/portal27/portal/wgkkversportal/content/contentWindow?contentid=10007.752054&action=2&viewmode=content)

Gesetzliche Sozialversicherung – was ist das?

Während des Dienstverhältnisses bei HORIZONT3000 sind Fachkräfte aus dem EU/EWR-Raum in Österreich sozialversichert, also demnach kranken-, pensions- und arbeitslosenversichert.

Die Pensionsversicherung wird durch ein zwischenstaatliches Abkommen im gesamten EU/EWR-Raum entweder angerechnet, oder die EU/EWR-Fachkräfte erhalten eine zusätzliche Pension von Österreich.

Monitoring und Projektsteuerung der Einsätze

Hier unterscheidet HORIZONT3000 zwei Ebenen:

Durch die Regional- oder Landesbüros:
Jeder Projektbeschreibung liegt ein LogFrame bei, das Monitoring orientiert sich an dem PCM-Konzept. Es finden i.d.R. mindestens halbjährliche Monitoringbesuche bei den Projektpartnern statt, durchgeführt durch das jeweilige Regional- oder Landesbüro. Dabei wird vor allem die Planung mit der tatsächlichen Umsetzung verglichen und ein eventueller Steuerungsbedarf besprochen. Daneben werden anlassbezogen relevante Ereignisse aus dem Projektverlauf und/oder Entwicklungen bei der Partnerorganisation diskutiert. Gemäß den Bedürfnissen der Partnerorganisation sowie in Notfällen und/oder schwierigen Problemsituationen können diese auch quartalsmäßig oder sogar öfter vorkommen. Des Weiteren gibt es auch immer wieder Besuche der Partner im Regional- oder Landesbüro, um einen regelmäßigen Kontakt aufrechtzuerhalten und den gegenseitigen Wissenstand zu aktualisieren. Ein kontinuierlicher Kommunikationsfluss per E-Mail und/oder Telefon ist ebenfalls ein wesentlicher Bestandteil des Monitoringkonzepts von HORIZONT3000.

Durch die Zentrale in Wien:
Die Zusammenschau, Planung und Kontrolle der Einsätze in den Ländern und Regionen erfolgt letztverantwortlich durch die ProjektreferentInnen für die Programmländer.

Das Berichts- und Monitoringwesen wird kontinuierlich verbessert, um relevante Erfahrungen aus den Einsätzen effizient ins Wissensmanagement zu integrieren und um die Zielbeiträge auf Länder- wie auch auf Gesamtprogrammebene übersichtlicher darzustellen.

Berichte über den Personaleinsatz

Berichte sind für den Personaleinsatz ein wichtiges Arbeitsinstrument, um die Kontroll-, Planungs- und Evaluierungsprozesse zu steuern.

Nach 3-5 Monaten ist der Erstbericht von der Fachkraft an die Leitung/Programme Officer des Regional- oder Landesbüros zu übermitteln. Dieser Bericht dient als Basis für das Erstgespräch. Weitere Berichte sind jährlich von der Fachkraft zu erstellen.

Das erste Treffen mit der Partnerorganisation

Das erste Treffen mit dem Projektpartner, der Fachkraft und Leitung/Programme Officer des Regional- oder Landesbüros findet bei der Einführung und Vorstellung im Projekt selbst statt.
Nach 3-5 Monaten nach Einsatzbeginn findet das Erstgespräch mit der Fachkraft, dem Projektpartner und der Leitung/Programme Officer des Regional- oder Landesbüros statt. Im Zuge des Gesprächs können die Arbeitsbeschreibung und der LogFrame bei Bedarf geändert und adaptiert werden. In Sonderfällen (bei Terminkollisionen mit der Partnerorganisation, der Fachkraft und dem Regional- oder Landesbüro) kann das Erstgespräch auch telefonisch oder per Skype geführt werden.

Erstkontakt mit der Partnerorganisation im Einsatzland vor Abreise

Ein Erstkontakt mit der Partnerorganisation im Einsatzland vor Abreise (z.B. über Skype) wird verständlicherweise oft von den Fachkräften gewünscht, ist aber erfahrungsgemäß aus mehreren Gründen kritisch:

  • Oft ist die zukünftige Fachkraft aus der Sicht der Partnerorganisation schlicht noch nicht existent, solange sie nicht angekommen ist und persönlich vorgestellt wurde.
  • Sollte sich die Fachkraft oder HORIZONT3000 während des Vorbereitungskurses gegen einen Einsatz entscheiden, oder sollten andere Gründe zu einer Nichtausreise (nicht bewilligte Arbeitsgenehmigung, etc.) führen, würde ein zu früher Kontakt mit der Partnerorganisation zu einem vermeidbaren Mehraufwand bei der Partnerorganisation und HORIZONT3000 führen.

HORIZONT3000 ist bemüht eine möglichst effiziente Kommunikation zwischen den Partnerorganisationen und der zukünftigen Fachkraft zu ermöglichen. Es gibt Einzelfälle, bei denen die Fachkraft bereits vor Einsatzbeginn Kontakt zur Partnerorganisation hat. Primär wird der Kontakt zum Partner bis zum Projekteinsatz über die HORIZONT3000-Zentrale geführt.

Arbeitsbeschreibungen und LogFrame

Arbeitsbeschreibungen und LogFrame der Fachkraft werden bereits in der Vorbereitung mit dem Projektreferat in Wien besprochen.
In Ländern mit einem Region- oder Landesbüro gilt folgendes:

  • Nach dem In-Country-Training wird die Fachkraft von der Leitung oder dem Programme Officer des Regional- oder Landesbüros bei der Partnerorganisation vorgestellt. Die Arbeitsbeschreibungen, LogFrame und die zwischen HORIZONT3000 und dem Projektpartner geschlossene Projektvereinbarung werden gemeinsam besprochen.
  • Beim Erstgespräch zwischen Fachkraft, der Leitung/Programme Officer des Regional- oder Landesbüros und Partnerorganisation können eventuell die Aufgaben und der LogFrame je nach Bedarf noch (geringfügig) adaptiert werden.
Probleme mit dem Notebook oder der Software/Bedienung

Bei auftretenden Problemen mit dem Laptop/Software ist das Regional- oder Landesbüro zu kontaktieren.

Probleme mit E-Mail bzw. der Mailbox

Sollte das Regional- oder Landesbüro das Problem nicht beheben können, ist Wien (IT-Management: Sieglinde Gillmayr) zu kontaktieren.

Arbeitsspezifische Leistungen für den Einsatz

Zur Verbesserung der Effizienz und zur Erleichterung einer Projektmitarbeit besteht die Möglichkeit um Arbeitsgeld (Work Support Fund) anzusuchen. Arbeitsgeld zur Anschaffung von Sachmitteln ist im Regional- oder Landesbüro zu beantragen – siehe auch “Merkblatt Arbeitsgeld” auf der KNOWHOW3000-Plattform.
Genaue Bestimmungen zur Handhabung zum Arbeitsgeld (= Work Support Fund), Local Salary Support, spezielle Trainings (wie Workshops oder Austausche) sind im Regional- oder Landesbüro zu erhalten. Die Fachkräfte erhalten bei ihrer Vorbereitung Informationen über diese Leistungen.

Logistikunternehmen / Cargo

Die Erfahrungswerte bezüglich Logistikunternehmen werden zwischen der HORIZONT3000-Zentrale in Wien und mit dem jeweiligen Regional- oder Landesbüro gesammelt, abgestimmt und aktualisiert. Idealerweise werden Cargo-Transporte mit den ausreisenden Fachkräften abgestimmt (Wien und Regional- oder Landesbüro) bzw. zurückkehrende Fachkräfte vom Regional- oder Landesbüro bezüglich Cargo unterstützt (siehe Merkblatt Speditionen).

Ansprechpersonen für Fachkräfte in der Wiener Zentrale

Für Anliegen und Fragen während des Einsatzes ist das Regional- oder Landesbüro zuständig. Wien steht nur in Ausnahmefällen für einen direkten Kontakt zu folgenden Themen zur Verfügung:

  • Personaladministration: Gehalt, UHZ, Miet- und Sicherheitszuschuss, Schulgeld (Eva Böhm)
  • Personalreferat: Auslandsreiseversicherung bei der Wiener Städtischen = WRST (Manuela Klepatsch)
  • IT-Management: Informationstechnologie (Sieglinde Gillmayr)
  • Geschäftsführung: Kündigungen und Gehaltsvorschuss (Erwin Eder)
  • Betriebsrat / Interessensvertretung (Georg Pardo/Eva Scheibreithner)
  • Das jeweilige Projektreferat ist für restliche Anliegen zuständig, die nicht vom Regional- oder Landesbüro geklärt werden können.
E-mail-Adresse

Die HORIZONT3000-Email-Adresse wird ab Dienstvertragsbeginn eingerichtet und wird für die Kommunikation mit HORIZONT3000 und mit der Partnerorganisation verwendet. Gleichzeitig dient diese Email-Adresse auch als Benutzername für die KnowHow3000-Plattform.

Die HORIZONT3000-Email-Adresse wird am letzten Tag des Dienstverhältnisses gelöscht. In Ausnahmefällen kann sie nach Rücksprache mit Wien (IT-zuständige Person) etwas länger behalten werden.

Ausreiseverzögerungen in das Einsatzland

Leider kommt es aufgrund langwieriger Verfahren bei der Bewilligung der Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung im Einsatzland immer wieder zu verzögerten Ausreisen.
Die Fachkraft soll grundsätzlich den Einsatz vor Ort Innerhalb von 4 Monaten (inkl. Vorbereitung) antreten können. Sollte ein Einsatz für die vorgesehene Stelle nicht möglich sein, wird im Notfall eine Ersatzstelle, auch in einem anderen Einsatzland zur Verfügung gestellt.

Sollte es ohne Verschulden der Fachkraft zu einer längeren Wartezeit vor der Ausreise kommen (ab ca. 6 Wochen nach Kursende), werden folgende Möglichkeiten für die betroffenen Fachkräfte innerhalb der Wartezeit angeboten:

  • die Fachkraft besucht einen Intensivsprachkurs im Ausland und erhält Gehaltsstufe 1 (wie in der Vorbereitungszeit üblich), den Mietzuschuss für Wien und die Kosten für den Intensivsprachkurs inkl. Übernachtung; oder
  • die Fachkraft wirkt in der Wiener Zentrale im Rahmen der Organisationsentwicklung mit und erhält dafür die Gehaltsstufe 2 inkl. des Mietzuschusses für Wien.

Ansprechpersonen sind das jeweilige Projektreferat und die KollegIn, die für die Vorbereitung zuständig ist.

Arbeitsbeschreibungen und LogFrame

Arbeitsbeschreibungen und LogFrame der Fachkraft werden bereits in der Vorbereitung mit dem Projektreferat in Wien besprochen. In Ländern mit einem Region- oder Landesbüro gilt folgendes:

  • Nach dem In-Country-Training wird die Fachkraft von der Leitung (oder dem Programme Officer) des Regional- oder Landesbüros bei der Partnerorganisation vorgestellt. Die Arbeitsbeschreibungen, LogFrame und die zwischen HORIZONT3000 und dem Projektpartner geschlossene Projektvereinbarung werden gemeinsam besprochen.
  • Beim Erstgespräch zwischen Fachkraft, Leitung/Programme Officer des Regional- oder Landesbüros und Partnerorganisation können eventuell die Aufgaben und der LogFrame je nach Bedarf noch (geringfügig) adaptiert werden.
Teilnahme am Vorbereitungskurs

Personen mit NGO-Erfahrung, aber ohne Personaleinsatz-Erfahrung, haben am gesamten Kurs teilzunehmen. QuereinsteigerInnen müssen nicht am gesamten Vorbereitungskurs teilnehmen, erhalten jedoch eine Basiseinführung zu HORIZONT3000. Als QuereinsteigerInnen gelten Personen mit einer mindestens 2-jährigen Einsatzerfahrung in einer vergleichbaren europäischen oder internationalen EZA-Organisation (z.B. AGEH, CIM, Interteam, Misereor, etc.).